An die Zellenwand gekritzelt

Sonntag, 13. Mai 2007

Urinstinkte von Großstädtern

Warum, habe ich mich gestern Nacht gefragt, als ich nach Hause wankte (vor Müdikgeit), warum nur müssen immer alle gerade des nächtens wie die wilden Kerle herumgrölen und schreien und die ganze Stadt aufwecken?
Meine Theorie: Ein übriggebliebener Urinstinkt. Wenn man Nachts durch den Urwald geht, muss man sich möglichst auffällig verhalten. Rücksichtsvolles Rumschleichen führt da ja nur dazu, dass man irgendein Tier aus dem Schlaf aufschreckt, das dann Angriff für die beste Verteidigung hält und dir ins Wadel beißt.
Einleuchtend. Dass im 21. Jahrhundert so mancher Mensch glaubt, immer noch lauthals krakelend durch die verschlafenen Straßen einer Großstadt ziehen müssen, kann ich dann nur als Evolutionsdefizit deuten.

Mittwoch, 28. März 2007

Happy Place

Meiner liegt nicht hinterm Regenbogen, sondern in den Tiefen der französischen Nationalbibliothek. Such a lovely place!

Montag, 26. März 2007

1 Anruf in Abwesenheit

Wieso bloß versucht ein christlicher Sakralkünstler (!) aus Niederösterreich mich auf meinem französischen Handy anzurufen und quatscht mir dann nichts auf die Mobilbox...
Woher ich das überhaupt weiß: tja, ich bin ein Profi-Internet-Schnüffler. Gib mir eine Telefonnummer und ich finde dir raus, zu wem sie führt...
Was ich nicht ausfindig machen konnte, ist das Motiv. Wieso denn bloß?

Nachtrag, 27. März: Leider gibt es für alles eine logische Erklärung. Es war nicht der sakrale Künstler, der versucht hat mich zu erreichen, sondern meine Erasmuskoordinatorin, die offensichtlich über "interessante" Bekanntschaften verfügt.

Samstag, 24. März 2007

Von Einhörnern und anderen Fabelwesen



Ist das Wort Einhorn referentiell, nicht-referentiell oder vielleicht gar selbstreferentiell? Diese wichtige Frage wird mich heute den ganzen Tag begleiten. Prost Mahlzeit!

Freitag, 23. März 2007

Hurra!

Frau Maria ist Doktorin!
Mens sana in Campari Soda, lautet ihr Motto, also fürchtet Euch, Ihr Krankheiten.
Ich gratuliere!

Dienstag, 20. März 2007

Schokolade gegen den Hunger

In Paris gibt es eine Aktion, die mir so gut gefällt, dass ich sie hier „publik“ machen möchte:
Eine Organisation, die dem Hunger in Frankreich den Kampf angesagt hat, kommt regelmäßig an den Wochenenden in verschiedene Supermärkte und regt alle Einkaufenden dazu an, doch einfach ein bisschen mehr zu kaufen und ihnen dann diesen erstandenen Überfluss in die Sammelkisten zu legen. Davon haben alle etwas: der Supermarkt nimmt mehr Geld ein, die Spender können sich durch Kleinstbeträge ein gutes Gewissen erkaufen (dann schmecken auch die Foie Gras und die Austern noch besser), bekommen obendrein von den Mitarbeitern der Organisation auch noch ein persönliches Dankeschön mit Lächeln (weil beim anonymen Spenden ist man ja der letzte Arsch) und letztendlich kriegt auch irgendein Obdachloser bzw. eine unter der Armutsgrenze lebende, allein erziehende Mutter für ihre fünf zu stopfenden Mäuler ein Packerl Linsen gratis.
Nein, die Organisation ist wirklich vorbildlich und effizient. Es werden Zettel an die Regale gehängt, in denen die Produkte liegen, die benötigt werden, um zu vermeiden, dass man dann mit 150 billigst Tomatenmarktuben dasteht, aber kein einziges Paket Nudeln hat, das 5 Cent mehr gekostet hätte. Gänzlich lassen sich die einkaufenden Samariter allerdings nicht leiten. Beim Hinausgehen habe ich bemerkt, dass jemand mehrere Packungen Seife gespendet hatte, obwohl meines Wissens ausschließlich Essbares gesammelt wird. Besagter freigiebiger Engel hat sich wahrscheinlich gedacht, dass sich die hungrigen Menschen auch gern mal waschen möchten, damit sie in der U-Bahn neben ihm nicht so nach Armut riechen.
Besonders hat mich der Zettel bei den Keksen berührt, auf dem folgende Weisheit stand: Wir lieben doch alle Süßes. Wie wahr, habe ich gedacht und mir den Speiseplan der Organisation ausgemalt (diese Woche wurden vor allem Linsen, Bohnen, Erbsen und das alles in trockener Form gesammelt). Was kann der Mensch mit Hunger dafür, dass er keine Hülsenfrüchte mag? Ich habe also alle meine Leguminosae wieder zurückgelegt und statt dessen Schokoladekekse gekauft.

Montag, 19. März 2007

Für Frau A.

So are you to my thoughts as food to life,
Or as sweet-season'd showers are to the ground
(...)
W. Shakespeare

Sonntag, 18. März 2007

Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Es regnet.
Gräßliche Nacht.
Was tun, wenn alle Worte verbraucht sind. Einfach abwarten?
Zumindest läuft der Radioblog wieder.



Samstag, 17. März 2007

"Pornobalken" für meinen Blog

Mein Leben ist leider gerade alles andere als Blog-tauglich. Sag es durch die Blume Musik geht wie gesagt derzeit auch nicht. Also zensuriere ich mich jetzt selbst.
zensur

Hoffen wir auf bessere Zeiten.

Dienstag, 13. März 2007

How are you feeling today?

Stimmungslage
by Jim Borgman

Antwort: Spalte 1/Zeile 4
Eine Küchenschabe im Stiegenhaus, das heute geputzt worden ist (offensichtlich rund um das Viech herum).
Ein shitty Arbeitsbericht für nervige Lady.
Ein shitty Antrag für blödes Ministerium.
Null Zeit für sinnvolle Tätigkeiten (wie zum Beispiel Texte für heutiges Seminar lesen).
Völlig idiotische Postbeamtin, die nicht in der Lage ist, eine Rechnung auszustellen und mir stattdessen einen Schmierzettel in die Hand drückt, auf den sie "8 Euro" geschrieben hat.
Einmal nerviger Mitbewohner, der immer alles weiß und ständig Vorträge hält.
Noch ein nerviger Mitbewohner, der glaubt, er kann alles anbraten, was einen Rock trägt und bei 3 nicht auf den Bäumen ist (bei seinem Anblick, bleiben aber wirklich nur die völlig unsportlichen Damen an den unteren Ästen hängen).
Wunderschönes Wetter und keine 5 Minuten, um in der Sonne zu sitzen.
Blasen auf kleinen Zehen von bösen Schuhen, die sich einfach nicht einlaufen lassen wollen.
Kawummmm!

PS: Könnte bitte jemand nach Paris kommen und mich von den Wänden kratzen, auf denen meine Überreste jetzt kleben.

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