Schokolade gegen den Hunger
In Paris gibt es eine Aktion, die mir so gut gefällt, dass ich sie hier „publik“ machen möchte:
Eine Organisation, die dem Hunger in Frankreich den Kampf angesagt hat, kommt regelmäßig an den Wochenenden in verschiedene Supermärkte und regt alle Einkaufenden dazu an, doch einfach ein bisschen mehr zu kaufen und ihnen dann diesen erstandenen Überfluss in die Sammelkisten zu legen. Davon haben alle etwas: der Supermarkt nimmt mehr Geld ein, die Spender können sich durch Kleinstbeträge ein gutes Gewissen erkaufen (dann schmecken auch die Foie Gras und die Austern noch besser), bekommen obendrein von den Mitarbeitern der Organisation auch noch ein persönliches Dankeschön mit Lächeln (weil beim anonymen Spenden ist man ja der letzte Arsch) und letztendlich kriegt auch irgendein Obdachloser bzw. eine unter der Armutsgrenze lebende, allein erziehende Mutter für ihre fünf zu stopfenden Mäuler ein Packerl Linsen gratis.
Nein, die Organisation ist wirklich vorbildlich und effizient. Es werden Zettel an die Regale gehängt, in denen die Produkte liegen, die benötigt werden, um zu vermeiden, dass man dann mit 150 billigst Tomatenmarktuben dasteht, aber kein einziges Paket Nudeln hat, das 5 Cent mehr gekostet hätte. Gänzlich lassen sich die einkaufenden Samariter allerdings nicht leiten. Beim Hinausgehen habe ich bemerkt, dass jemand mehrere Packungen Seife gespendet hatte, obwohl meines Wissens ausschließlich Essbares gesammelt wird. Besagter freigiebiger Engel hat sich wahrscheinlich gedacht, dass sich die hungrigen Menschen auch gern mal waschen möchten, damit sie in der U-Bahn neben ihm nicht so nach Armut riechen.
Besonders hat mich der Zettel bei den Keksen berührt, auf dem folgende Weisheit stand: Wir lieben doch alle Süßes. Wie wahr, habe ich gedacht und mir den Speiseplan der Organisation ausgemalt (diese Woche wurden vor allem Linsen, Bohnen, Erbsen und das alles in trockener Form gesammelt). Was kann der Mensch mit Hunger dafür, dass er keine Hülsenfrüchte mag? Ich habe also alle meine Leguminosae wieder zurückgelegt und statt dessen Schokoladekekse gekauft.
Eine Organisation, die dem Hunger in Frankreich den Kampf angesagt hat, kommt regelmäßig an den Wochenenden in verschiedene Supermärkte und regt alle Einkaufenden dazu an, doch einfach ein bisschen mehr zu kaufen und ihnen dann diesen erstandenen Überfluss in die Sammelkisten zu legen. Davon haben alle etwas: der Supermarkt nimmt mehr Geld ein, die Spender können sich durch Kleinstbeträge ein gutes Gewissen erkaufen (dann schmecken auch die Foie Gras und die Austern noch besser), bekommen obendrein von den Mitarbeitern der Organisation auch noch ein persönliches Dankeschön mit Lächeln (weil beim anonymen Spenden ist man ja der letzte Arsch) und letztendlich kriegt auch irgendein Obdachloser bzw. eine unter der Armutsgrenze lebende, allein erziehende Mutter für ihre fünf zu stopfenden Mäuler ein Packerl Linsen gratis.
Nein, die Organisation ist wirklich vorbildlich und effizient. Es werden Zettel an die Regale gehängt, in denen die Produkte liegen, die benötigt werden, um zu vermeiden, dass man dann mit 150 billigst Tomatenmarktuben dasteht, aber kein einziges Paket Nudeln hat, das 5 Cent mehr gekostet hätte. Gänzlich lassen sich die einkaufenden Samariter allerdings nicht leiten. Beim Hinausgehen habe ich bemerkt, dass jemand mehrere Packungen Seife gespendet hatte, obwohl meines Wissens ausschließlich Essbares gesammelt wird. Besagter freigiebiger Engel hat sich wahrscheinlich gedacht, dass sich die hungrigen Menschen auch gern mal waschen möchten, damit sie in der U-Bahn neben ihm nicht so nach Armut riechen.
Besonders hat mich der Zettel bei den Keksen berührt, auf dem folgende Weisheit stand: Wir lieben doch alle Süßes. Wie wahr, habe ich gedacht und mir den Speiseplan der Organisation ausgemalt (diese Woche wurden vor allem Linsen, Bohnen, Erbsen und das alles in trockener Form gesammelt). Was kann der Mensch mit Hunger dafür, dass er keine Hülsenfrüchte mag? Ich habe also alle meine Leguminosae wieder zurückgelegt und statt dessen Schokoladekekse gekauft.
nobisno - 20. Mrz, 08:53
nobisno - 20. Mrz, 21:44
Lieber Herr Willson, that's very sweet of you... Ach, leider tut's bei mir die Schokolade als Seelentröster schon lange nicht mehr (vor allem weil sie mir nicht mehr wirklich schmecken will). Sushi hilft da schon eher. Aber die Japaner in Paris sind mir nicht ganz geheuer. Die bieten alle gegrillte Käsespieße an. Ist das koscher?
Und so kann ich nur mit den Franzosen sagen: c'est la vie. Manchmal besteht das Leben halt aus Bitterschokolade. Da muss man sich einfach durchessen. Auch wenn einem roher Fisch lieber wäre.
Und so kann ich nur mit den Franzosen sagen: c'est la vie. Manchmal besteht das Leben halt aus Bitterschokolade. Da muss man sich einfach durchessen. Auch wenn einem roher Fisch lieber wäre.
Mr. Willson (anonym) - 20. Mrz, 23:02
Grilled cheese spits beim Japaner? Das käme mir aber auch
sus(hi)pekt vor ;-)
Aber ich kann mir kein Urteil erlauben - hier in meinem Jahrhundert leben die Japaner noch beinahe ausschliesslich in Japan und roher Fisch ist etwas für Katzen. Sate
sus(hi)pekt vor ;-)
Aber ich kann mir kein Urteil erlauben - hier in meinem Jahrhundert leben die Japaner noch beinahe ausschliesslich in Japan und roher Fisch ist etwas für Katzen. Sate
nobisno - 20. Mrz, 23:32
verwirrt
in welchem Jahrhundert leben sie denn. Bei ihren zahlreichen Persönlichkeiten kann man da schon mal durcheinander kommen...
Haben Sie schon mal Frösche probiert :-)?
Haben Sie schon mal Frösche probiert :-)?
Mr. Willson (anonym) - 20. Mrz, 23:47
Wie? Das müssten sie doch so aus dem Ärmel schütteln können, wann "Mr. Willson" gelebt hat, hm ... werte Nono!
Mit den Persönlichkeiten da haben sie fei recht. Das Leben wird nach dem Tod erst richtig kompliziert ;-)
Und ja, ich habe schon Froschschenkel gegessen - schmeckt wie Hühnerbein ... oder was sagen sie?
Mit den Persönlichkeiten da haben sie fei recht. Das Leben wird nach dem Tod erst richtig kompliziert ;-)
Und ja, ich habe schon Froschschenkel gegessen - schmeckt wie Hühnerbein ... oder was sagen sie?
Frau Nono (anonym) - 20. Mrz, 23:55
lange Leitung
Ich muss gestehen auf einer solchen stehe ich gerade, was ihren Namen anbelangt. Wenn Sie sich nur mit einem "L" schreiben würden, dann vielleicht, aber mit der Ortographie, nö. Aber sie könnten mir ja einen Tipp geben und ich rate. Da gibt es doch auch so ein Spiel...
Ad. grenouilles: das Zeug hatte für mich keinen wahrnehmbaren Eigengeschmack, der wurde nämlich von Unmengen an Knofi überdeckt.
Ad. grenouilles: das Zeug hatte für mich keinen wahrnehmbaren Eigengeschmack, der wurde nämlich von Unmengen an Knofi überdeckt.
Mr. Willson aka Mr. Collins (anonym) - 21. Mrz, 00:10
*lacht sich erstmal ordentlich schlapp*
Nicht sie stehen auf einer Leitung, sondern ich bin mit mir selber auf dem Holzweg - habe ich soeben nachgelesen.
Eigentlich bin ich ja Mr. Collins!!! ... Wie bin ich denn nur zu Willson geworden? Das weiss ich jetzt ehrlich selber nicht. Aber die zwei "l" habe ich immerhin beibehalten, werte Frau Nollo :-))
'Willson! lacht sich nochmal schlapp* tztztz.
Ab morgen "Collins", "Mr. Collins".
Gute Nacht.
Nicht sie stehen auf einer Leitung, sondern ich bin mit mir selber auf dem Holzweg - habe ich soeben nachgelesen.
Eigentlich bin ich ja Mr. Collins!!! ... Wie bin ich denn nur zu Willson geworden? Das weiss ich jetzt ehrlich selber nicht. Aber die zwei "l" habe ich immerhin beibehalten, werte Frau Nollo :-))
'Willson! lacht sich nochmal schlapp* tztztz.
Ab morgen "Collins", "Mr. Collins".
Gute Nacht.
Frau Nono (anonym) - 21. Mrz, 09:15
Diagnose: multiple Persönlichkeit mit Alzheimer
Mein lieber Mr. Collins… das ist bedenklich (*lacht sich auch noch mal krumm*).
Wobei mir natürlich gleich mein Alzheimer-Witz einfällt, nur um Sie zu beruhigen, dass dieser Zustand auch positive Seiten haben kann:
Also: Drei positive Nebenwirkungen von Alzheimer:
Erstens: du kannst dir deine Ostereier selber verstecken.
Zweitens: Öh… das ist mir jetzt echt peinlich. Aber das habe ich vergessen…
*grübel, grübel*
Aber drittens weiß ich noch: Du kannst dir deine Ostereier selber verstecken.
PS: Bei Ihnen könnte es natürlich durch die gespaltene Persönlichkeit zu Komplikationen kommen, z.B., dass sie sich mit sich selbst um die Ostereier raufen…*fg*
Wobei mir natürlich gleich mein Alzheimer-Witz einfällt, nur um Sie zu beruhigen, dass dieser Zustand auch positive Seiten haben kann:
Also: Drei positive Nebenwirkungen von Alzheimer:
Erstens: du kannst dir deine Ostereier selber verstecken.
Zweitens: Öh… das ist mir jetzt echt peinlich. Aber das habe ich vergessen…
*grübel, grübel*
Aber drittens weiß ich noch: Du kannst dir deine Ostereier selber verstecken.
PS: Bei Ihnen könnte es natürlich durch die gespaltene Persönlichkeit zu Komplikationen kommen, z.B., dass sie sich mit sich selbst um die Ostereier raufen…*fg*
Mr. Collins (anonym) - 22. Mrz, 19:56
sie können aber frech grinsen Frau Nono ;-)
Bei meiner gespaltenen Persönlichkeit wäre die Situation so, dass P1 beleidigt wäre, weil P2 sich "ziert", die selbstlos als Geschenk dargebotenen P1-Ostereier anzunehmen. Die Psychologie bezeichnet das als "Nimm / Nix"-Konflikt ;-)
Aber ... warum erzähl ich ihnen das? Und wer sind sie eigentlich?
:-))
P.S.: falls ihnen heute noch langweilig wird ...
Franzosen stellen ihr UFO-Archiv ins Internet. Liegt "Area 52" gleich links an der Champs Elysées?
Bei meiner gespaltenen Persönlichkeit wäre die Situation so, dass P1 beleidigt wäre, weil P2 sich "ziert", die selbstlos als Geschenk dargebotenen P1-Ostereier anzunehmen. Die Psychologie bezeichnet das als "Nimm / Nix"-Konflikt ;-)
Aber ... warum erzähl ich ihnen das? Und wer sind sie eigentlich?
:-))
P.S.: falls ihnen heute noch langweilig wird ...
Franzosen stellen ihr UFO-Archiv ins Internet. Liegt "Area 52" gleich links an der Champs Elysées?

Wenn sie wieder Seelentröster wie Schokokekse verschenken können, dann besteht die Welt um sie herum vielleicht nicht mehr aus ganz so viel "Bitterschokolade", wie es durch ihre letzten Blogeinträge erschien? Es wäre ihnen zu wünschen, werte Frau Nono!