Sonntag, 27. Januar 2008

Un ange est passé

Lieber Leser, der du dich hierher verirrt hast: hier tut sich nichts mehr. Meine seltenen Ergüsse sind ab sofort bei Frau A. http://h0mebase.twoday.net/ zu lesen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Antrag auf Namensänderung

Die zwei folgenden Begebenheiten bestätigen es, ich muss mich umtaufen, von „Frau Nono“ auf „Magistra Trampel“.
Vor etwa einem Monat war ich in der Wiener Stadthalle schwimmen. Plötzlich streift mein Fuß einen fetten, alten Wiener Knaben. Kann passieren. War auch wirklich nur ganz leicht. Ich drehe mich um, setze zur Entschuldigung an, doch bevor ich etwas sagen kann, werde ich als Sportschwimmer (vermutlich ob meiner Schwimmbrille und meines mit Kopf-unter-Wasser-Brust-Schwimm-Stils) und als elendiglicher Trampel beschimpft!
Zu meiner Verteidigung kann ich hier nur sagen:
Meine Schwimmleistungen verdienen die Bezeichnung nicht: ich schwimme selten und dann ausschließlich Brust und gelegentlich Rücken. Das alles in maßvollem Tempo. Wie auch immer. Untergegangen wäre dann doch beinahe ich. So überrumpelt war ich. Wirklich amüsant war dann allerdings das Nachspiel: Mein Opfer hat jedes Mal, wenn sich unsere Wege erneut kreuzten, mit hysterischen Hundegepaddel versucht, so weit wie möglich von mir weg zu kommen. Zusammen mit seinen Freundinnen, mit denen er prinzipiell nur in einer Dreierreihe die Bahn durchkämmte (so dass Zusammenstöße bei Gegenverkehr fast unvermeidlich wurden) haben sie dann alle Schwimmwilligen, die mit Brillen ausgerüstet waren, mit energischem Winken aus der Bahn verwiesen. Um sich vor halsstarrigen Exemplaren wie mir selbst zu schützen, hat sich dann ein ausgeklügeltes Vorwarnsystem entwickelt, das heranrückende und potentiell gefährlich aussehende Mitschwimmer mit gellenden Warnrufen ankündigte.

Und heute wurde meine wahre Berufung zum Trampel offiziell: Der Nachbar unter mir hat es mir bestätigt. Der stand nämlich auf einmal vor der Tür und hat meinem verdatterten Selbst erklärt, ich mache zu viel Lärm. Dabei hat er (seine Deutschkenntnisse haben ihn da verlassen) mir mit Hilfe von Gesten meinen Gang simuliert: stampfend, trampelnd, Möbel hinter mir her ziehend. Sogar sein Plafond habe schon Risse wegen mir!
Verdattert war ich deswegen, weil ich weder Hauspartys veranstalte noch laute Musik spiele, geschweige denn Möbel umstelle und mich zu Hause ausschließlich mit Wollsocken an den Füßen fortbewege. Ein Schwergewicht bin ich auch nicht gerade. Ich betreibe weder Stepptanz noch Flamenco und mache niemals Strecksprünge. Alles in allem sieht mein Leben zu Hause genauso aus, wie man sich das von einer Privatgelehrten erwarten könnte: Lesen, am Computer sitzen, schlafen (wenn ich das so schreibe, wird mir direkt langweilig).
Sind die Männer dieser Welt (ach nein, nicht schon wieder diese Masche!) so empfindlich geworden oder bin ich tatsächlich ein Elefant im Porzellanladen? Meine Selbstsicherheit, ein rücksichtsvoller Mitbürger zu sein, ist bedenklich ins Wanken geraten.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Er bringt mich täglich um...

Mein Körper ist krank. Er rotzt und motzt und überhaupt. Also widme ich ihm hiermit dies Gedicht

Sieben mal mein Körper

Mein Körper ist ein schutzlos Ding,
wie gut, daß er mich hat.
Ich hülle ihn in Tuch und Garn
und mach ihn täglich satt.

Mein Körper hat es gut bei mir,
ich geb' ihm Brot und Wein.
Er kriegt von beidem nie genug,
und nachher muß er spein.

Mein Körper hält sich nicht an mich,
er tut, was er nicht darf.
Ich wärme mich an Bild, Wort, Klang,
ihn machen Körper scharf.

Mein Körper macht nur, was er will,
macht Schmutz, Schweiß, Haar und Horn.
Ich wasche und beschneide ihn
von hinten und von vorn.

Mein Körper ist voll Unvernunft,
ist gierig, faul und geil.
Tagtäglich geht er mehr kaputt,
ich mach ihn wieder heil.

Mein Körper kennt nicht Maß noch Dank,
er tut mir manchmal weh.
Ich bring ihn trotzdem übern Berg
und fahr ihn an die See.

Mein Körper ist so unsozial.
Ich rede, er bleibt stumm.
Ich leb ein Leben lang für ihn.
Er bringt mich langsam um.
(Robert Gernhardt)

Dienstag, 2. Oktober 2007

fehlkonstruierter Luxus

Meine Großmnutter sagt: Männer seien die angenehmste Fehlkonstruktion, die ihr je begegnet wären.
Meine Mutter sagt: Männer darf man nicht "brauchen", sie sind ein Luxus, den man gewillt sein muss, sich zu leisten.
Ich gebe zu bedenken, dass das alles nur Augenauswischerei ist. (heterosexuelle) Frauen haben eine Achillesferse und das sind die Männer. Und weil wir nicht von ihnen lassen können, uns aber völlig bewusst sind, dass sie es die meiste Zeit ein fürchterlicher pain in the a** sind, müssen wir uns mit derlei Aphorismen unsere Schwäche schön und erträglich reden.
PS: Aus verschiedenen autobiographischen Gründen bin ich derzeit auf meine männlichen Mitmenschen nicht sonderlich gut zu sprechen. Man möge mir diesen Beitrag also großmütig nachsehen und mir Bezeichnungen wie Männerhasserin oder Oberemanze ersparen.

Wiederbelebung mit Foucault

Eigentlich hatte ich diesen Blog schon längst aufgegeben, aber jetzt habe ich gerade ein dermaßen erbauliches Zitat gefunden, das ich der Welt nicht vorenthalten kann...

Ich halte es nicht für erforderlich, genau zu wissen, was ich bin. Das Wichtigtse im Leben und in der Arbeit ist, etwas zu werden, das man am Anfang nicht war. Wenn sie ein Buch beginnen und am Anfang schon wissen, was Sie am Ende sagen werden, hätten Sie dann noch den Mut es zu schreiben? Was für das Schreiben gilt und für eine Liebesbeziehung, das gilt für das Leben überhaupt. Das Spiel ist deshalb lohnend, weil wir nicht wissen, was am Ende dabei herauskommt.
(Michel Foucault)

Montag, 4. Juni 2007

Gelsen, die Zweite

Heute nacht zweimal von Gelsen aufgeweckt worden. Beide zur Strecke gebracht. Sie waren offensichtlich noch nüchtern. Ich versteh das nicht! wieso müssen diese idiotische Viecher immer, bevor sie sich dann über Unter- oder Oberarme hermachen, mit ihrem nerv- und schlaftötenden Gesumme meine Ohren umkreisen? Also,
liebe Gelse, setz dich einfach hin, mach dein Ding, aber lass mich schlafen!

Samstag, 2. Juni 2007

Lebensmüder Blog

Hmmm. Mein Blog ist suizidär.
Seine Abschiedsarie:
So brennt's im Herzenskämmerlein,
So zwickt es hier, so zwickt es da.
's ist umsonst, es ist vergebens!
Müde bin ich meines Lebens!
Sterben macht der Lieb ein End,
Wenn's im Herzen noch so brennt.
nimmt einen Strick
Diesen Baum da will ich zieren,
Mir an ihm den Hals zuschnüren,
Weil das Leben mir missfällt;
Gute Nacht, du falsche Welt.
Weil du böse an mir handelst,
So ist's aus, so sterbe ich,
Liebe Leser, denkt an mich.
Will sich einer um mich Armen,
Eh' ich hänge, noch erbarmen,
Wohl, so lass ich's diesmal sein!
Rufet nur: ja oder nein!
Keine hört mich, alles stille!
Also ist es euer Wille?
Blog, frisch hinauf!
Ende deinen Lebenslauf.
Nun, ich warte noch, es sei,
Bis man zählet eins, zwei, drei.
[pfeift]
Eins! ...
Zwei! ...
Drei! ...
Nun wohlan, es bleibt dabei!
Weil mich nichts zurücke hält!
Gute Nacht, du falsche Welt.

PS: Wenn sich jetzt aber doch noch 3 Knaben sich erbarmen wollen, dann wäre jetzt ein idealer Zeitpunkt. Aber wie wir alle Papageno kennen, pfeift er die letzte Tonleiter bei drei so langsam, dass er vermutlich nie oben ankommt... aber wer wills riekieren?

Montag, 28. Mai 2007

Aufruf

Lieber Leser, der du dich auf diesen ausgedörrten Blog verirrt hast. Mir fehlt es derzeit an allem, was man zum Blogschreiben braucht. Vor allem an Inspiration. Wenn mir also jemand ein Stöcken zuwirft, dann werde ich ihm dankend mit dem Schwanz wedelnd nachlaufen...

stoeckchen

ps: einen jungen Baumstamm würde ich auch noch nehmen...

Donnerstag, 24. Mai 2007

...

overwhelmed

es gibt so tage, da wird einem alles zu viel.

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Ja. Die Notwendigkeit der Namensänderung ist durch...
slivki - 28. Jan, 20:30
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nobisno - 27. Jan, 17:25
zugegeberermaßen...
zugegeberermaßen ein wenig spät, aber... halt...
Idoru - 31. Dez, 01:19

Frau A. - 9. Nov, 19:33
Sie sagen es: mit katzenartiger...
Sie sagen es: mit katzenartiger Eleganz wird der gestählte...
Trema (anonym) - 22. Okt, 19:42

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